Die Geschichte des Buchdrucks

02
Dez

Der klassische Buchdruck ist ein Hochdruckfahren. Die Erfindung des Buchdruckes geht auf den Goldschmied Gutenberg zurück, dieser erfand ein mechanisches Drucksystem mit Lettern, die beweglich waren. Seine Druckerpresse machte das gedruckte Buch zu einem wahren Massenartikel, der sich auch heute noch ständig wachsender Beliebtheit erfreut.

Bewegliche Letter

Der Text konnte bereits vor dem Druck gelesen und durch den Einsatz von beweglichen Lettern verbessert werden. Die Zeichen wurden in den Stahlstempel geschnitten. Durch das Einschlagen in ein wesentlich leichteres Metall konnte man die Lettern in Gießformen, auch Matrizen genannt, umwandeln. Mit einer Legierung aus geschmolzenen Blei, Zinn und Antimon goss man die Matrizen aus. Die Lettern konnte man nach dem Druck erneut wieder verwenden.

Die ersten Pressemaschinen

Die Erfindung Gutenbergs fand viele Nachahmer in Europa, es wurden Schriftarten entwickelt, die auch heute noch gebräuchlich sind. Verwendete man zuerst eine Holzpresse für den Druck, wurde sie danach durch eine Eisenpresse ersetzt. Die kolumbianische Presse war wesentlich einfacher als die Holz-oder Eisenpresse zu bedienen. Eine dampf betriebene Zylinderpresse entwickelte schließlich zum ersten Mal die Zeitung „The Times“ im Jahr 1814. In Amerika wurde im Jahr 1865 die Papierbogen– und Rollenrotationspresse eingeführt. Viele der damaligen Pressen mussten durch Handzuführung und Fußantrieb bedient werden. Das Druckwesen wurde durch die Langsamkeit und die enormen Kosten des Handsatzes bis Ende des 19. Jahrhunderts stark beeinträchtigt. Um Druckaufträge bewältigen zu können, mussten viele Setzer im Betrieb beschäftigt werden. Die Erfindung von Ottmar Mergenthal, die Linotype-Maschine, war eine wesentliche Arbeitserleichterung, es konnten Korrekturen manuell erfolgen und mussten nicht neu gesetzt werden.

Die Erfindung der Lithografie

Schon im Jahr 1796 wurde die Lithografie von Alois Senefelder erfunden. Die Erfindung machte es möglich, dass der Druck auf eine flache Oberfläche, ohne Erhöhungen und Vertiefungen erfolgen konnte. 1904 wurde die erste Lithografiepresse in Betrieb genommen, die nach dem Offsetverfahren auf Papier druckte. Das gebräuchlichste Druckprinzip war Offsetlitho, das erst ab Mitte des 20. Jahrhunderts eingesetzt wurde. Man fand heraus, dass der direkte Druck der Schrift wesentlich billiger war. Bevor man den Fotosatz erfand, musste für die Herstellung von Lithoplatten die Schrift erst vorher fotografiert werden, bevor gedruckt werden konnte. Das Vierfarbverfahren wurde schließlich entdeckt. Nach Farbtrennung des Rasterbildes wurden alle Farben aus Cyan, Gelb, Magenta und Schwarz neu produziert. Musste man die Maschinen vorher noch per Hand bedienen, so konnte man jetzt die Maschinen automatisch bedienen.

Erfindung des Digitaldrucks

Mit der Einführung des Digitaldrucks brauchte man keinen Zwischenträger mehr, um ein Druckerzeugnis auszudrucken. Diese Voraussetzungen schafften das „Book on Demand“, ein Buch direkt auf Bestellung.

Der Buchdruck- eine Revolution in den Zeiten des Internets

Der Buchdruck revolutionierte besonders in den Zeiten des Internets. Im 21. Jahrhundert kamen neben den bekannten Schriften noch neue Schriften wie Baskerville, Bodoni und Futura hinzu. An dem eigentlichen Buchdruck, wie Gutenberg ihn erfunden hatte, änderte sich kaum etwas.

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